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Papiertheater: Vorhang auf für ein kleines Format

Die Vorstellung beginnt und eine Welt aus Papier tritt auf. Bewegliche Bilder werden lebendig und Geschichten werden sichtbar. Mit der künstlerischen Form des Papiertheaters entstehen Bühnen: im kleinen Format, mit einfachen Mitteln, dafür umso direkter, fantasievoll und vielfältig.

Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Papiertheater in Europa als eine Form bürgerlicher Unterhaltung und Bildung. Auf kleinen Kastenbühnen wurden Märchen und Theaterstücke nachgespielt; es gab Ausschneidebögen für Kulissen und Figuren, die gedruckt zu kaufen waren. Die in Japan populäre Form des Papiertheaters heißt „Kamishibai“ und wurde auf der Straße dargeboten, oft von fahrradfahrenden Händlern. Sie erzählten spannende Geschichten und illustrierten die Erzählung mit Papierbildern, die sie in Holzrahmen einsteckten und szenenweise wechselten. Und was können solche analogen Formen in Zeiten flirrender Screens und endloser Streamingangebote heute?

Das Papiertheater lebt, nicht nur in der historisierenden Form, sondern modern, kreativ und als freie Kunstform. Mit Papier, Schere, Kleber und Farbe lassen sich unkompliziert Requisiten herstellen, mit denen eine Geschichte erzählt werden kann. Die Papierbühne führt wie ein Diorama eine eigene Welt vor – vielleicht auch ohne Aktion. Außerdem sind Kombinationen analoger und digitaler Welten denkbar.

Der Werkstattkurs bietet einen Einblick in die Welt des Papiertheaters. Wir nutzen einfache Papiertechniken, um kleine Bühnenwelten zu schaffen, die bespielt werden können. Unterschiedliche Möglichkeiten werden vorgestellt, die individuell aufgegriffen und verändert werden können. Die gezeigten Modelle und Techniken eignen sich für die künstlerische und vermittelnde Arbeit sowie den Einsatz in Unterricht und Kursen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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